Der Hummelhof in Elmatried

Der aktuelle Termin

Der vierte Elmatrieder Hoigarte  2018

Vortrag, Werkstatt, Gespräch

Samstag, 2. Juni  2018  ab 14.00 Uhr

Einladung an alle interessierte Gartenfreunde. (Bei jedem Wetter!)

Dieses mal wollen wir uns über die vielen Helfer, die uns im Garten willkommen sind unterhalten. Welche Einrichtungen können wir für sie schaffen? Welche Bedeutung hat Mulch? Bringen Sie auch Ihre Fragen mit, denn davon lebt der Hoigarte!

Es freuen sich auf Ihre lebhafte Beteiligung!

Andrea und Bernhard Hummel

 

Buch Neuerscheinung

Wir freuen uns, Ihnen nun endlich die Neuerscheinung des Buches von Bernhard Hummel im Wiedemann Verlag, ISBN 978-3-941453-25-8 vorstellen zu können. Für detailliertere Informationen zum Buch besuchen Sie bitte unsere Produkte Seite oder klicken Sie auf das folgende Bild.

Express-Bestellungen am schnellsten bitte direkt beim Autor: Tel. 0831 98232 oder bernhardhummel@t-online.de

      Ab zehn Bücher gibt es ein Gratis-Exemplar!

14,90€

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Buch-Hummel-Heilpflanzen

Buchbesprechung

von Dr. phil. J. Fährmann

Bernhard Hummel: Die Bedeutung der Heilpflanzen–Präparate Rudolf Steiners für die Landwirtschaft; mit Vorbemerkungen zum Verständnis des Pflanzenlebens

Das vorliegende Buch ist von einem Landwirt und Lehrer geschrieben. Sowohl an die Sprache als auch an den Inhalt setzt er hohe Anforderungen. Schon der Aufbau ist ansprechend gestaltet.

Drei Abteilungen sind erkennbar, die von bedeutenden Literaten wie J.W. von Goethe und Christian Morgenstern sozusagen eingerahmt sind. Nach einem kurzen und kritischen Vorspann zum Anlass des Buches lesen wir etwas über die Geschichte der Landwirtschaft, die, wie der Autor meint, mit dem Eingreifen von Rudolf Steiner eine entscheidende Wende genommen hat.

Daraus folgt eine pflanzenkundliche Betrachtung, die durchaus als Übung verstanden werden kann und uns dem Phänomen Pflanze auf lebendige Weise nahebringt. Der Verfasser schildert minutiös und anschaulich die Entwicklung der Pflanze, weitet sie in den sieben Pflanzengründen über den ganzen Erdball aus und gibt abschließend eine Entwicklungsreihe von den einjährigen Pflanzen bis zu den Frucht- bzw. Obstbäumen. Das alles gelingt in einer mehr erzählerischen Art fernab von langweiligem Botanisieren.

Der Hauptteil, der dem Buch den Titel gibt, befasst sich nun mit der Beschreibung derjenigen Pflanzen, wie sie R. Steiner im Kurs „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“ gehalten zu Koberwitz 1924, aufgeschlossenen Landwirten und Gärtnern entwickelt hat. Eine ganzheitlich- kosmologische Physiologie individualisierter Bauernhöfe wird daraus sichtbar. Der Autor ist der Auffassung, dass eine jede Landwirtschaft mit ihren Menschen, Tieren, Pflanzen und der Erde solch eine Praxis zukünftig nötig haben wird.

Der dritte Teil ist ein Interview mit dem Verfasser des Buches, über den HUMMELHOF bei Kempten, denn, wie er der Meinung ist: „Sehen lassen gilt!“ Dort erfährt der Leser von dieser besonderen Landwirtschaft, die der Autor in dem vorgenannten Verständnis in jahrzehntelanger Arbeit mit Hilfe vieler Menschen aufgebaut hat und die von immer mehr Jugendlichen und Erwachsenen aufgesucht wird.

Das Buch eignet sich sehr gut als unterrichtliche Vor- und Nachbereitung von Praktika an Waldorfschulen, Seminaren aber auch Berufsschulen.

Nichts mehr wünscht sich der Verfasser, als dass es Eingang finden möge in die Herzen vieler Jugendlicher, die sich verantwortungsvoll diesem wichtigsten Lebensgebiet, der zukünftigen Landwirtschaft, widmen wollen.

Freiburg, den 23. August 2016

Dr. phil. J. Fährmann


Eine Hofführung mit Bernhard Hummel

Nach einem Bericht von Jochen Koller

Die Führung fand für die Zertifikats-Abschlussgrppe bezüglich der Permakultur statt. Herr Bernhard Hummel zeigte uns den Hummelhof in Elmatried, nahe Kempten, der ein Beispiel zur Versöhnung mit der Natur ist.

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Ein Hof als ökologisch-pädagogisches Gesamtprojekt

Seit Anfang an wird auf der Grundlage der Wirtschaftsweise, die RUDOLF STEINER 1924 ins Leben gerufen hat (meist „biologisch-dynamisch“ genannt) gearbeitet. Gerade das Verständnis, dass ein Hof ein allseits zusammenwirkender Organismus ist, zeigt den Versuch einer zukunftsweisenden Landwirtschaft. Wenn einem Bauern schon fast unwohl wird, wenn seine Kuh 10 Liter Milch gibt, statt oft 40 oder 60 Liter, dann ist da ein besonderer Bauer am Werk. Wenn er und seine Familie auch noch viele Mitwirkende finden, ist das auch ungewöhnlich. Und wenn dem Bauern der Hof gar nicht gehört, sondern einem Verein, dann ist dies sehr besonders.

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Eine pädagogische Hofform

Seit über 25 Jahren wird in ELMATRIED eine pädagogische Hofform entwickelt, an der schon mehrere hundert Kinder und Jugendliche beteiligt waren. Auf einer Fläche von etwas über 18ha entstanden außer 1 km Hecken, mehrere Gärten, Streuobstwiesen, Kräuterbeete, ein Korbweidenquartier, Jungwald, Biotope, Gewächshäuser für Anzucht und empfindliche Kulturen und Raritäten. Es sind ebenfalls eine kleine Hinterwälder- Kuhherde, Esel, Pferde, Schafe, Ziegen, Hühner, Enten, Gänse, Bienen, Wildbienen, Reptilien- und Lurchbiotope heimisch geworden. Gerade der Erhalt alter und vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen und Wildtiere ist hier ein Anliegen. Und so durften wir auch bei der Grundsteinsetzung für einen Fledermaustunnel, der als Winterquartier eingerichtet wird, anwesend sein, was für uns eine besondere Ehre und Freude war.

Bodenpflege nach der Methode von R. Steiner ohne Produktions-Zwang, aber nicht ohne Ernten!

Es war von vorne herein klar, dass eine solche Unternehmung nicht im privatwirtschaftlich Üblichen sich wird entwickeln können. Deshalb erfolgte schon zu Beginn der 90er Jahre die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Land- und Gartenbau Elmatried e.V.“. Da ein solches Unternehmen seine Aufgabe eben gerade nicht zu vorderst darin sehen kann, sich den marktwirtschaftlichen Zwängen, wie auch immer, zu unterwerfen, bietet es eine einzigartige Betätigungsmöglichkeit für in unserer heutigen Gesellschaft benachteiligte Menschen, die z.T. auch am Hofgelände wirken und wohnen.

Seit vielen Jahren kämpft der Hof um die Anerkennung einer heilpädagogisch- therapeutischen Arbeit. Täglich ist eine Gruppe Erwachsener auf dem Hof, die bereits in der Frühe die vielen Tiere in den zum Teil künstlerisch gestalteten Ställen, ebenfalls von Schulklassen der Oberstufe der damaligen Freien Waldorfschule Kempten, heute Freie Schule Albris, entwickelt und mit gebaut wurden. Diese jungen Erwachsenen fühlen sich als Paten aller Tiere auf dem Hof: von den Regenwürmern bis zu den Bienen. Alle sind dazuhin auch begeisterte Gärtner, was man den gepflegten Beeten ansieht.

Die am Hof angebauten Produkte stehen selbstverständlich für den Verkauf zur Verfügung, gehen größtenteils in die Schulküche der Freien Schule Albris. Allerdings zählt die Fruchtbarerhaltung und stetige Förderung des Bodenlebens und einer dazugehörenden Fruchtfolge zu den vordringlichsten Aufgaben. So konnte durch spezielle Kompostgaben im Laufe der Zeit die anfänglich dürftige Regenwurmpopulation fast verdreifacht werden.Durch konsequente Pflanzung verschiedenster Kräuter und Wildkräuter an besonderen Stellen in dem ca.3000qm großen Garten erreicht man intensive Aromenbildung bei den Feldfrüchten.

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Ein zukunftweisender Ansatz?

Der Hummelhof hat das Anliegen, dass möglichst viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene diese Art des Landbaus kennenlernen dürfen. Dazu dienen auch Beet- und Baumpatenschaften, Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten in Land- und Hauswirtschaft. seit einiger Zeit gibt es das sogenannte Ki -Ti – Ko.(KIND-TIER-KONTAKT), das das Ehepaar Hummel für Kinder bis 12 Jahren anbietet. Es beinhaltet alle gängigen Arbeiten bis zum Therapeutischen Reiten auf den Eseln und rund um alle Tiere. Die einen fühlen sich mehr zu den Zwerghühnern mit ihren Küken oder dem übrigen Federvieh hingezogen, andere sind schon mutiger im Umgang mit den Schafen, Ziegen, Pferden und Kühen.Wieder andere interessieren die Bienen besonders. Auch Erwachsene nehmen inzwischen an solchen Übungen mehr und mehr teil.

Uns hat jedenfalls der HUMMELHOF mit seiner besonderen Ausstrahlung sehr gut gefallen.

Noch ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: ALLE unsere wirtschaftlichen Tätigkeiten, die wir anstrengen von den Einnahmen des Buches bis zu dem Brennholzverkauf kommen abzüglich der Netto-Investitionen der Weiterentwicklung des HUMMELHOFES zu gute. An diesem Punkt verfahren wir nach dem Motto von Münchhausen, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht! Damit schaffen wir uns ein Stück Unabhängigkeit. Spenden von Menschen, die unsere Bemühungen unterstützen wollen werden gerne entgegengenommen! Vielen herzlichen Dank im voraus.

Spendenkonto: Heilpädagogik und Landbau in Elmatried e.V.

Kto: 0514485069;   BLZ: 73350000  Sparkasse Allgäu

IBAN:  DE 06 73350000 0514485069

BIC.: BYLADEM1ALG

 Nochmals vielen herzlichen Dank!

 

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